Rock'n'Roll Zirkus - Interview-Collage zur Operation Zeitreise

MAMBO KURT: „Das stellt man sich immer so einfach vor das Popstardasein, aber ich sage dir, das ist ein richtiger Fulltime Job. Das sollte man lieber als Hobby betreiben – da macht es viel mehr Spaß, das Musik machen.“

JIMMY CARL BLACK: „I‘ m just get tired of touring man – it’s hard on my body, it’s physically hard for me. Tomorrow is our fi rst day off in two weeks – we played 14 shows now. If you consider driving from here (Heidelberg) to Jena as a Day Off… I don’t know.”

„Ich werde langsam des Tourens müde, es ist schon ziemlich anstrengend für mich. Morgen ist unser erster freier Tag in zwei Wochen. Wir haben bislang 14 Konzerte gespielt. Wenn man eine Fahrt von hier nach Jena als freien Tag betrachten kann. Ich weiß es nicht.“

JIMMY CARL BLACK: „Well shit man - I can‘ t afford to retire – I have no money. So I have to keep playing – ´till I guess ´till I die.“

Momentan kann ich es mir nicht leisten, mich zur Ruhe zu setzen. Ich habe kein Geld und werde wohl bis an mein Ende weiter Musik machen müssen.“

MAMBO KURT: „Das waren Kriminelle. Wer da so blöd ist und als Newcomer so etwas unterschreibt, der könnte sich besser eine Eisenkugel an den Fuß binden.“

JÜRGEN SCHATTNER: Das ist ja der totale Beschiss. Vor dem Konzert noch ein Linechen legen und ach und bin ich cool und drauf und fertig und geh ab wie ein Moped. Das brauche ich nicht und solange ich das nicht brauche, ist das schon einmal ein gutes Zeichen. Da sagt der kleine Mann im Ohr: „Mach weiter!“

MAMBO KURT: „Also ich behaupte bei „Rock am Ring“ kannst du auch einen Gummiball auf die Bühne setzen und zugucken wie der wächst und die Leute fi nden es trotzdem geil. Da sind 50.000 Leute, die fi nden einfach alles geil, was da läuft.“

JÜRGEN SCHATTNER: „Das ist doch echt die Mutantenshow.“

HARALD HURST: „Ich will von der Arbeit, die ich mache, die mir ja Spaß macht – das ist ein großer Luxus, eine Arbeit zu machen, die einem Freude macht – und von der man gleichzeitig aber noch seinen Bedürfnissen entsprechend leben kann – das ist nicht gigantisch bei mir, aber ich bin auch kein Asket. Und wenn das für den Rest meines Lebens so sein soll, dass ich den Leuten ein bisschen Freude machen kann und selbst noch Vergnügen habe am Schaffen und noch genug Geld zum Leben – was soll ich denn dann noch wollen? Das sage ich ohne falsche Bescheidenheit – das ist überhaupt nicht bescheiden, das ist eine ganze Menge“.